Die Sesselproduktion aus dem Pielachtal verbindet traditionelles Handwerk mit Design, Qualität und Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit rund 200 Tischlereibetrieben, die der Einladung gefolgt sind, feierte Grassmann 50 Jahre Sesselproduktion, 100 Jahre Unternehmensgeschichte und die Neueröffnung der Schauräume.
Die Geschichte des Familienunternehmens reicht weit zurück. Bereits 1924 legte Alois Grassmann mit seinem Wagnermeisterbrief einen wichtigen Grundstein. 1930 entstand die erste eigene Werkstatt neben dem Wohnhaus. Aus der ursprünglichen Tischlerei entwickelte sich über Jahrzehnte ein spezialisierter Hersteller von Sesseln und Tischen. Heute entstehen die Produkte bereits in der dritten Generation, während die vierte Generation in den Startlöchern steht.
Von der Idee bis zum fertigen Sessel aus einer Hand
Ein besonderes Merkmal von Grassmann ist die große Fertigungstiefe am Standort in Kirchberg an der Pielach. Vom Design über die Auswahl von Stoffen und Hölzern bis hin zu ergonomischen Anforderungen und der eigentlichen Fertigung werden die wesentlichen Schritte im Unternehmen umgesetzt. Dabei verbindet Grassmann handwerkliches Know-how mit moderner Produktionstechnik und einem hohen Anspruch an Gestaltung und Komfort. Die Besucher:innen wurden am 17. und 18. September durch die Produktion geführt und konnten sich ein Bild von den Techniken machen, die eingesetzt werden, um Sitzkomfort auf höchstem Niveau zu realisieren. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Kund:innen suchen zunehmend nach Lösungen aus einem Guss. Daher hat sich Grassmann auf komplette Sitzgruppen spezialisiert, die aus Bänken, Tischen und Sesseln bestehen. Dabei bleibt das Unternehmen besonders flexibel: Kund:innen können aus einem großen Sortiment an Stoffen wählen oder auch eigene Stoffe verarbeiten lassen.
Neue Schauräume für Pallestrang und Grassmann
Sehen und Staunen war bei den zahlreichen Tischler:innen aus ganz Österreich angesagt, die den Weg zur Eröffnung antraten. Im neuen Schauraum blieb im wahrsten Sinne des Wortes kein Sessel auf dem anderen. Mit viel Liebe zum Detail wurden unterschiedliche Wohnwelten kreiert. Dass sich Grassmann zunehmend als Unternehmen mit hoher Lösungskompetenz positioniert, zeigt sich unter anderem in der Entwicklung der schwebenden Bank. Sie wird an der Wand montiert, mit Licht in Szene gesetzt und kommt damit einem modernen Bedürfnis entgegen: Immer mehr Menschen setzen bei der Reinigung auf Saugroboter. Durch den Wegfall der Beine kann sich der Roboter unter der Bank frei bewegen. Schalensessel mit Polsterungen in erdigen Tönen liegen aktuell stark im Trend – und auch hier wird man im neuen Schauraum im Pielachtal fündig. Grassmann steht für Flexibilität: Bei den Sesseln kann aus einer Vielzahl an Gestellen und Mechanismen gewählt werden. Neben der Eigenproduktion führt das Unternehmen auch die Marke Pallestrang. Um die beiden Bereiche klar voneinander zu trennen, wurde auch für Pallestrang ein eigener neuer Schauraum geschaffen.
„Ehrliches Handwerk, die Bereitschaft, Höchstleistungen zu erbringen, und das Bekenntnis zu Region und Tradition haben immer Bestand“, beschreibt Günter Grassmann die Philosophie des Unternehmens. Dieses Gedankengut wird gelebt. Der Mensch steht dabei für ihn im Mittelpunkt – vom verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen über die Kommunikation mit den Mitarbeiter:innen bis hin zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Kund:innen. Dieser Zugang zur Produktion war auch bei der Eröffnung für die Besucher:innen deutlich spürbar.
Qualität, die geprüft wird
Der hohe Qualitätsanspruch wird auch durch Zertifizierungen unterstrichen. Die Grassmann-Sessel wurden erstmals 2013 TÜV-zertifiziert. Seit 2016 trägt das Unternehmen für seine Sessel, Stühle, Bänke und Tische das Österreichische Umweltzeichen. Auch verschiedene Produktserien wurden im Laufe der Jahre mehrfach zertifiziert.
Parallel dazu wurde der Betrieb kontinuierlich weiterentwickelt. 1994 hielt die erste CNC-Maschine Einzug. 2002 wurde ein neuer, 5.000 Quadratmeter großer Standort erworben und eine Lagerhalle errichtet. 2021 wurde schließlich die komplette Produktion an den neuen Standort übersiedelt. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte das Unternehmen 21 Mitarbeiter:innen. 2026 wurde der Standort schließlich um zwei neue, hochwertig gestaltete Schauräume ergänzt.